Berufsfeuerwehrtag der JFW Kieselbronn

Von Freitag, den 28. September, bis Samstag, den 29. September, 2018 fand in Kieselbronn der jährliche Berufsfeuerwehr-Tag (BF-Tag) der Jugendfeuerwehr statt.

Um 17:00 Uhr traten die elf Jugendlichen zum Dienst an und besetzten für 24 Stunden das Gerätehaus in Kieselbronn.

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Nach der Fahrzeugeinteilung und der Fahrzeugübernahme gab es zu Beginn eine kleine Unterrichtseinheit zum Thema „Absichern und Ausleuchten von Einsatzstellen“. Diese wurde jedoch gegen 18 Uhr durch einen Einsatz unterbrochen.

Auf einem Bauplatz im Neubaugebiet Hundsbaum brannte eine „Gartenhütte“. Mit dem Löschgruppenfahrzeug (LF 16/12) und dem Mannschaftstransportwagen (MTW) wurde die Einsatzstelle über die Schulstraße angefahren. Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung zu erkennen. Die Straße wurde abgesperrt und der Brand zügig gelöscht.

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Zurück auf der Wache fand sich die Zeit, gemeinsam das neue Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W) anzuschauen, welches erst wenige Tage zuvor in Kieselbronn eingetroffen war. Im Anschluss wurde der Grill angeheizt, und zum Abendessen lies man es sich bei heißen Würstchen und Steaks sowie leckeren Salate schmecken. Die Ruhe war jedoch nicht von langer Dauer. Um 20:13 Uhr ging erneut der Hausalarm los.

Bei Bauarbeiten kam es in einem Wohngebäude in der Schillerstraße zu einem Gasaustritt. Außerdem wurde im Keller eine Person gefunden, welche im Verlauf gerettet wurde. Als Ursache stellte sich eine defekte Gasflasche heraus, welche ins Freie gebracht wurde. Das Gebäude wurde im Anschluss belüftet.

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Den Abend wollte man gemeinsam im Schulungsraum mit Fernsehen ausklingen lassen. Jedoch mussten die jungen Floriansjünger um 22:42 Uhr erneut ausrücken. Im Gewann Seefeld im Bereich des „Schlössle“ drohte ein Anhänger einen Abhang abzustürzen. Nachdem dieser gesichert war und die Einsatzstelle zwischen den Feldern Kieselbronns ausgeleuchtet war, konnte mit der Bergung begonnen werden.

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Nach einer ruhigen und erholsamen Nacht wurden die Jugendlichen um 6:58 Uhr aus ihrem Schlaf gerissen. In der Grundschule Kieselbronn löste die Brandmeldeanlage (BMA) aus. Was sich später als Fehlalarm herausstellte, wurde jedoch selbstverständlich von Beginn an ernst genommen. Fehlalarme gehören in der Feuerwehr und besonders in den Berufs- und Werkfeuerwehren zum Tagesgeschäft.

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Nach dem gemeinsamen Frühstück gab es eine weitere Unterrichtseinheit zum Thema „Türöffnung“. Die verbesserte Sicherheit von Fenstern, Türen und Schließsystemen bringt für Einsatzkräften vermehrt Probleme, zu Patienten mit medizinischen Notfällen vorzudringen. Bei der Türöffnung gilt, so schnell wie möglich, aber zugleich auch so vorsichtig wie möglich vorzugehen, um große Sachschäden zu vermeiden.

Um 10:09 Uhr kam es dann zu einer weiteren Alarmierung. Gemeldet wurde ein Brand eines Wohngebäudes in der Eisinger Straße. Das Alarmstichwort lautet: „F3 – Menschenleben in Gefahr“. Da mehrere Personen vermisst wurden bzw. in Gefahr waren, wurde ebenfalls das Jugendrotkreuz alarmiert. Dieses hatte zeitgleich seinen 24-Stunden-Dienst und fuhr mit vier Fahrzeugen aus Kieselbronn an. Aufgrund der hohen Alarmstufe wurde zusätzlich die Jugendfeuerwehr Niefern-Öschelbronn zur Überlandhilfe alarmiert, die mit einem weiteren LF 16/12 aus Niefern anrückte. An der Einsatzstelle bot sich ein chaotisches Szenario. Mehrere Verletzte rannten den ersten Einsatzkräften panisch entgegen, aus dem Keller kam eine starke Rauchentwicklung und aus dem Gebäude waren hilflose Schreie zu vernehmen. Schnell wurde das Ausmaß dieser Katastrophe deutlich. Glücklicherweise erreichte das Jugendrotkreuz zügig die Einsatzstelle und konnte die ersten Verletzten versorgen und betreuen. Auch die Überlandhilfe aus Niefern kam zur rechten Zeit und unterstützte die Kameradinnen und Kameraden aus Kieselbronn. Mit insgesamt vier Trupps à zwei Mann wurde der Brand bekämpft und weitere fünf Personen aus dem Gebäude gerettet. Durch das schnelle Handeln konnte Schlimmeres verhindert und der Einsatz nach einer knappen Stunde beendet werden.

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Zurück im Gerätehaus in Kieselbronn zeigte man den Kameradinnen und Kameraden aus Niefern stolz das neue Fahrzeug. Doch gegen 11:30 Uhr musste man bereits erneut gemeinsam ausrücken. Im Kindergarten Regenbogen in Kieselbronn wurde Kohlendioxid im Gebäude festgestellt. Das Rote Kreuz war bereits Vorort und hatte die Feuerwehr alarmiert, als ein CO-Melder ausgelöst hatte. Auch hier wurden mehrere Personen vermisst.

Nach Einsatzende fanden sich alle Beteiligten im Gerätehaus in Kieselbronn ein. Zum Mittagessen gab es Gulasch mit Spätzle. Selbst die Rettungswagenbesatzung des 1/83-8 von der Hauptrettungswache aus Pforzheim schaute zum Essen vorbei. Nach und nach verabschiedeten sich die einzelnen Fraktionen, sodass die Kieselbronner Jugend zurückblieb.

Frisch gestärkt wurden die angehenden Feuerwehrleute um 15:17 Uhr zu einer Personenrettung gerufen. Einsatzort war ein weiteres Mal die Grundschule. Auf dem Treppenturm war eine Person verunglückt und musste mittels Steckleitern und Schleifkorbtrage aus der Höhe gerettet werden.

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Gegen 16:00 Uhr begann man dann bereits mit dem Aufräumen, reinigte die Fahrzeuge und bereitete sie wieder für den Ernstfall vor. Allen Beteiligten haben die 24 Stunden viel Spaß bereitet und der Jugendfeuerwehr dazu beigetragen, das Erlernte unter realistischen Bedingungen zu praktizieren.

Vielen Dank an die Jugendleiter und Betreuer, sowie die Wehrführung, die das Wochenende ermöglicht haben und zum Gelingen beigetragen haben.